Eva – Liebe als Erwachen, Schuld, Nacktheit, Erkenntnis
Lilith – Liebe als Freiheit, Würde, Unbeugsamkeit
Dorothee – Liebe als Widerstand, Zärtlichkeit, politisches Feuer
Teresa – Liebe als innere Burg, Glut, Hingabe
Maria – Liebe als stilles Empfangen, Tragen, Bewahren
[Strophe 1]
Ich aß vom Baum und blieb nicht tot,
ich wurde sehend, wund und weit.
Die Liebe war nicht nur Gebot,
sie war Verlust und Zärtlichkeit.
Ich stand im Wind, ich war erkannt,
nicht mehr nur stilles Gegenüber.
Und selbst im Schmerz der ersten Nacht
lag schon ein Hauch vom großen Drüber.
[Refrain]
Liebe ist mehr als heile Haut,
mehr als Gehorsam, mehr als Licht.
Sie geht auch durch den Fall hindurch
und lässt mich trotzdem im Gericht
nicht ganz verloren, nicht ganz klein —
ich fiel und blieb doch nicht allein.
[Strophe 2]
Ich kenne Scham, ich kenne Blick,
ich kenne Trennung, Dornen, Erde.
Doch selbst im harten Menschenglück
spür ich, wie ich getragen werde.
Nicht Paradies ist Liebe nur,
nicht Unschuld nur, nicht bloß Behagen.
Sie lebt auch dort, wo eine Frau
beginnt, ihr eigenes Herz zu tragen.
[Refrain]
Liebe ist mehr als heile Haut,
mehr als Gehorsam, mehr als Licht.
Sie geht auch durch den Fall hindurch
und lässt mich trotzdem im Gericht
nicht ganz verloren, nicht ganz klein —
ich fiel und blieb doch nicht allein.
[Strophe 1]
Ich bin nicht aus der Rippe hier,
ich bin nicht Echo, nicht Besitz.
Die Liebe, die ich in mir spür,
ist weder Kette noch Kompliz.
Ich geb mich hin, doch nicht als Ware,
ich brenne hell, doch nicht gezähmt.
Ich bin die Nacht mit offnem Haar,
die keinen falschen Frieden lehnt.
[Refrain]
Ich liebe ohne Knie zu beugen,
ohne mich selber zu verliern.
Wer Liebe will, muss Freiheit wollen,
nicht mich in enge Formen friern.
Denn wahre Liebe herrscht nicht klein —
sie lässt mich ganz und atmen sein.
[Strophe 2]
Man nannte mich Gefahr und Fall,
zu wild, zu weiblich, zu allein.
Doch lieber frei im dunklen All
als fremdbestimmt im goldnen Schein.
Wenn Gott in mir lebendig ist,
dann wird er mich nicht kleiner denken.
Dann wird die Liebe, die er will,
nicht brechen, sondern Räume schenken.
[Refrain]
Ich liebe ohne Knie zu beugen,
ohne mich selber zu verliern.
Wer Liebe will, muss Freiheit wollen,
nicht mich in enge Formen friern.
Denn wahre Liebe herrscht nicht klein —
sie lässt mich ganz und atmen sein.
[Strophe 1]
Ich hab die Liebe nicht gesucht
im frommen Duft von kaltem Stein.
Ich hab sie mitten dort verflucht,
wo Menschen klein und müde sein.
Doch grade da, im Rauch der Welt,
wo Macht die Seelen niederdrückt,
hab ich gespürt: Nur Liebe hält,
wenn sie den Menschen aufwärts blickt.
[Refrain]
Zärtlichkeit und Widerstand,
beides muss zusammengehen.
Eine Liebe ohne Aufstand
wird die Wunden nie verstehen.
Gott ist nicht fern im Himmelslicht —
er liebt im Menschen, der zerbricht.
[Strophe 2]
Ich trau keiner Liebe, die nicht weiß,
wie Angst riecht, wie Erniedrigung.
Und keiner Frömmigkeit, die leis
nur nickt vor jeder Unterdrückung.
Die Liebesmystik, die ich mein,
trägt Tränen, Mut und Menschenwürde.
Sie will nicht bloß im Innern sein —
sie geht auch durch die schwere Bürde.
[Refrain]
Zärtlichkeit und Widerstand,
beides muss zusammengehen.
Eine Liebe ohne Aufstand
wird die Wunden nie verstehen.
Gott ist nicht fern im Himmelslicht —
er liebt im Menschen, der zerbricht.
[Strophe 1]
Im Innersten wohnt Feuer still,
kein Lärm, kein Markt, kein fremdes Wort.
Die Liebe weiß sehr klar, was sie will,
sie zieht die Seele tief hinfort.
Nicht weg von Welt, doch in den Kern,
wo Gott nicht fern und fremd mehr bleibt.
Wo selbst das kleinste Herz des Herrn
in süßer Glut die Nacht vertreibt.
[Refrain]
Im Innersten wohnt Feuer,
sanft und unausweichlich klar.
Liebe brennt nicht nur von außen —
Gott ist innen, ganz und gar.
Und je mehr ich ihm vertraue,
desto mehr wird alles wahr.
[Strophe 2]
Ich kenne Häuser, Gang und Tür,
ich kenne Angst und Müdigkeit.
Doch mitten in der Seele hier
steht eine andre Wirklichkeit.
Die Liebesmystik ist kein Schmuck,
kein frommes Bild für gute Zeiten.
Sie ist ein tiefer Gotteszug,
der mich von innen her will weiten.
[Refrain]
Im Innersten wohnt Feuer,
sanft und unausweichlich klar.
Liebe brennt nicht nur von außen —
Gott ist innen, ganz und gar.
Und je mehr ich ihm vertraue,
desto mehr wird alles wahr.
[Strophe 1]
Ich trug die Liebe still in mir,
noch ehe jemand sie verstand.
Kein Lärm, kein Triumph, kein Weltpanier,
nur Atem, Dunkel, Herz und Hand.
Ich musste nichts erklären groß,
ich musste nur verbunden bleiben.
So konnte Gott in meinem Schoß
sein stilles Ja ins Leben schreiben.
[Refrain]
Ich trug die Liebe still,
ohne Anspruch, ohne Lohn.
Manches wächst in tiefer Ruhe,
lange vor dem ersten Ton.
Und das Göttliche wird Mensch,
wo ein Herz ihm Wohnung gönnt.
[Strophe 2]
Ich sah nicht alles, was noch kam,
doch ich bewahrte, was ich spürte.
Die Liebe macht nicht immer warm,
sie ist auch Schwert, das mich berührte.
Und dennoch blieb sie meine Kraft,
nicht laut, nicht stolz, nicht aufgebläht.
Die Liebesmystik ist vielleicht
dass einer still mit Gott mitgeht.
[Refrain]
Ich trug die Liebe still,
ohne Anspruch, ohne Lohn.
Manches wächst in tiefer Ruhe,
lange vor dem ersten Ton.
Und das Göttliche wird Mensch,
wo ein Herz ihm Wohnung gönnt.